28.Februar, 2010

Reinhold Beckmann

Letzte Woche hatte ich das Vergnügen, Herrn Beckmann wie auch seine Vorstandskollegen des Nestwerks zu portraitieren, ganze Strecke gibts auf meiner Seite.

28.Februar, 2010

Linque de dimanche

Für mich gehts heute wieder in die Berge, deshalb der Verweis auf den in meinen Augen besten Ski / Snowboardfotografen den ich bisher gefunden habe: Mattias Fredriksson

27.Februar, 2010

one picture every day.

Heute war ich im Mc Donalds. Kurz nachdem ich mich deutlich aufgeregt habe, dass die da immer noch Schweizer Wochen haben und ich zum hundertsten Mal Big Rösti futtern musste sprach mich auf der Strasse ein junger Mann an. Er mache einen Fotoblog, auf dem er jeden Tag einen Menschen portraitierte, ob er ein Bild von mir machen dürfte.

Ja genau, Fotoblog und so, schon mal gehört. Witzig. Es stellte sich aber recht schnell heraus dass nur mein Ego mich erkannte, er noch nie den Namen Paul Ripke gehört hatte und eher meine grüne Jacke der Grund der Begierde war. Ich willigte schnell ein, zog meine Brille an und zack. Genau zwei Mal drückte der junge Mann ab, nachdem er seine 5d mit 50er gezückt hatte. Ich habe noch kurz zurück fotografiert.

Super, vielen Dank, hier ist meine Karte, wenn ich das Bild haben möchte oder mich über das Projekt informieren wolle, er freue sich. Mich liess er recht verdutzt im Regen stehen.
Iphone raus, ab auf die Seite, und tatsächlich, dort sah man Portraits der letzten Tage. Und die waren durchaus solide. Auch noch auf einem richtigen Computer.
In meinem Umfeld befinden sich so manch Assistent, Praktikant und werdender Fotograf. Viele fragen mich, was sie tun sollen, um besser zu werden. Meine Antwort ist immer gleich: Üben, üben, üben! Und Umgang mit Menschen pflegen.
Hier muss ich dem Menschen, der diesen Blog betreibt meine absolute Anerkennung zollen. Jeden Tag einen Menschen im Umfeld anzusprechen, die Geschichte kurz und überzeugend zu erklären, dann schnell ohne Licht und Setup Bilder zu machen um dann im Nachkontakt per E-Mail die Bilder zu schicken erfordert doch einigen Fleiss. Und ich mag fleissige Menschen deutlich mehr als Talentierte. Dieser Fleiss kombiniert mit Talent wird dann zu einem wirklich ganz geilen Projekt. Wenn er schafft, das ein ganzes Jahr durchzuhalten, dann ist er fertiger Fotograf, Hut ab!
Vorenthalten will ich euch das ganze natürlich nicht, auch wenn ich leicht dümmlich aussehe, aber die grüne Jacke ist fresh: LINK!

26.Februar, 2010

HUGO BOSS

Im Dezember durfte ich für die ICON ins Schwäbische fahren. Die Icon ist ein Teil der Welt am Sonntag, für den ich dank Dirk Krueger zum ersten Mal an den Auslöser durfte.
In Metzingen war ich noch nie, hatte aber viel gehört. Outlet-City nennt sich das ganze. Und dann ist da ja noch der Sitz von HUGO BOSS. Dort durften wir auch fotografieren, mit den Models Franzi Knuppe und Lars Burmeister.
Eine alte Bekannte aus Heidelberg hatte mir öfters erzählt, dass ihr Freund das aktuelle HUGO-BOSS-Model sei. Ja genau, Heidelberger Gelaber, dachte ich mir, und meine Freundin ist Gisele Bündchen.

Lars Burmeister ist seit 4 Jahren das Gesicht von HUGO BOSS. Und wie sich im Gespräch mit ihm herausstellte, war er eine Zeitlang tatsächlich mit dieser Neuenheimer Tante zusammen, die auf dem Weg ins KFG mit ihrem Fahrrad immer an meinem Wohnort vorbei kam. Verrückt.

Aber zurück in den Metzinger Schnee. Am ersten Tag durften wir shoppen gehen, das war ein herrliches Konsumerlebnis in diesen Outlets. Am zweiten Tag fotografierten wir in den heiligen Hallen von HUGO BOSS, architektonisch übrigens ein Meisterwerk aus E15 und Sichtbeton. Ich habe extra meine Mode-Fotografen-Brille eingepackt und angezogen. Letzte Woche war das ganze dann in der ICON, kombiniert mit einem kurzen Artikel über mich, den ich euch genau sowenig vorenthalten will wie das Video. Ach ja, die MOTIVE gibts natürlich auf meiner Website.

25.Februar, 2010

Soeri


Unseren derzeitigen Foto-Prakti Soeri kennt ihr ja schon. Das war der, der nach der Weihnachtsfeier den Bus vollgekotzt hatte.
Das Mekka meiner technischen Kaufsucht, Media Markt und Saturn, hatte ich auch schon erwähnt. Ole hat übrigens mal behauptet, mit mir im Media-Markt einkaufen zu gehen ist der schönste Teil seiner Assistenz. Na dann.
Einen solchen Ausflug hatten wir alle gemeinsam kurz vor Weihnachten gemacht. Ich glaube, wir waren auf der Suche nach einem ferngesteuerten Heli oder so was. Jedenfalls kauften wir im Saturn verschiedene technische Dinge. Und Soeri wollte sein letztes fehlendes Weihnachtsgeschenk besorgen, eine CD für seine Schwester. 19,95 kostete die. Soerie beschloss, das sei zu viel Geld, die könne man ja auch runterladen.
Gestern kam die Anklageschrift einer Hamburger Kanzlei, 1.200 Euro ist der Vergleich teuer, rauskommen wird er da wohl kaum. Geld hat er auch keins. Er ist ja nur Prakti und bald Bafög-Student. Also muss er wohl Mitte März in den Bau.

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Wir suchen ab dem 15.03. einen flexiblen und motivierten Praktikanten für den Bereich Fotografie und Fotostudio. Du wirst unser Team unterstützen. Deine Tätigkeitsfelder sind die Assistenz bei Fotoshootings, Studiobetreuung sowie alle anderen im Fotografenalltag anfallenden Tätigkeiten.
Das Studio ist in Norderstedt in der Nähe von Hamburg.
Bitte bewirb dich mit einem aussagekräftigen kurzen Lebenslauf und Foto.
Bewerbungen bitte nur per Email!

25.Februar, 2010

IWC Launchkatalog

Den wahren Wert von Fotos erfährt man ja erst wenn sie gedruckt auf Papier auch so gut aussehen wie auf dem Rechner. So manch gutes Foto von mir wurde schon verdruckt oder stellte sich im Druck als lange nicht so gut heraus.
Mit gewissem Stolz habe ich den Launchkatalog von IWC erhalten, A3plus, 270-Gramm mattes Papier, so gut wurden meine Fotos bisher noch nie gedruckt:









23.Februar, 2010

Wirbel

Letzte Woche war ich im Skiurlaub. Schön privat, mit Frau und Kind und Mutter und Patenonkel. Also von meinem Kind, der Onkel.
In meiner Anfangszeit war ich immer der Meinung, die besten Fotos entstehen durch sorgfältige Planung und das Mitwirken von engagierten und fähigen Menschen. So habe ich bestimmt über 100 Mode-Tests gemacht; mal auf grauer Hohlkehle, mal in leeren Schwimmbädern, dann auf grauer Hohlkehle, in alten Fabriken, auch auf grauer Hohlkehle, in der Heide und natürlich auf grauer Hohlkehle. Alles sensationelle Fotos, die ohne weiteres die aktuelle H&M-Kampagne hätten sein können. Oder das nächste Vogue-Cover. Zumindest dachte ich das mit meinem schon damals ziemlich größenwahnsinnigen Hirn.
Wenn man heute in meine Mappe guckt, sieht man nur wenige dieser hochkreativen Modeaufnahmen. Die meisten Fotos sind irgendwelche Quatsch-Bilder, die ich nebenher gemacht habe. Ohne Planung. Ohne Modell. Ohne Assistent. Ohne Licht und großartige Camera. Mein Sankt-Pauli-gegen-Bayern-Bild zum Beispiel entstand mit mindestens 1,7 Promille während der Verlängerung. Die Surferboys sind alte Familienfreunde. Sie alle sind ohne Auftrag und Sinn entstanden. Dennoch sind sie meine Lieblingsbilder. Die gesamte Snowboard-Strecke ist auch durch reinen Zufall entstanden, aber dies ist eine andere Geschichte.
Was ich sagen will: Geht raus, fotografiert euer Umfeld, fotografiert euer Leben. Und macht bitte keine Tests auf grauer Hohlkehle mit ach so tollen New-Faces, das hat inzwischen jeder tausend Mal gesehen. Und wenn ihr sie trotzdem macht, dann zeigt sie wenigstens nicht.

Nun aber zurück in den Schnee, zu meinem Urlaub und zum Skifahren. Auch da hatte ich kurzfristig mit ein, zwei Mails und meinen Snowboard-Fotos aus Oberstdorf im Rücken einen guten Fahrer organisiert. 19 Jahre, Österreicher, neonfarbene Klamotten.
Was der Typ macht, nennt sich heute Free-Skiing, glaube ich. Für mich als ambitionierten Skifahrer ist das recht interessant anzuschauen. Die Jungs nageln mit 100 km/h auf eine Schanze zu und machen achteinhalb Umdrehungen bevor sie unversehrt landen, aber ihr kennt das ja sicher.

Wir wollten also Fotos machen – wenn ich schon in der Nähe bin. Gesagt, getan. Zum vereinbarten Tag gab es denn auch perfekte Schneeverhältnisse mit strahlendem Sonnenschein. Die Teenies wollten aber erst mal einen Back-Country-Kicker bauen, wie sie sagten. Ok. Also bin ich erst mal selbst ein bisschen Skifahren gegangen. Und natürlich habe ich auch da schon ein paar schöne Bilder gemacht, allerdings vom Patenonkel und von mir. Mit Helm auf und Skibrille im Gesicht, was recht bescheuert aussah. Aber nun gut.
Gegen Mittag fuhr ich wieder bei den lustigen Neonklecksen in der Walachei vorbei. Die Hälfte des BC-Kickers (Achtung! Fachsprache, wichtig!) war auch schon fertig. Gegen Abend stand der Kicker letztlich und die Jungs waren müde. Also ging’s ab nach Hause.

Am nächsten Tag schneite es, am Übernächsten war der Berg vom Himmel nicht zu unterscheiden, die Foto-Bedingungen waren also mehr als bescheiden. Drei Tage später passte das Wetter dann endlich. Und auch der österreichische Jungstar war endlich so weit. Es konnte also losgehen.

Wir also alle hin und Licht aufgebaut. Der Österreicher wollte erst mal einen Testsprung zur Einschätzung der Länge usw. machen. Denn die war durchaus beachtlich, wohl auch für ihn. Er flog erheblich weiter als geplant und landete erst wieder auf schon festen Untergrund. Das gab eine gehörige Stauchung und eine Fraktur des vierten Lendenwirbels. Damit war unsere Fotosession abgesagt und seine Saison vorbei.
Hätten wir doch lieber den Tiefschneehang am ersten Tag genommen. Der BC-Kicker in der Nähe von Lech steht übrigens noch. Kann hier irgendwer Free-Skiing?